What 80 Million Items Want – Archive in Bewegung

Vom 25. bis zum 28. August findet zum zweiten Mal die Arsenal Summer School statt. Unter dem Titel “What 80 Million Items Want – Archive in Bewegung” beschäftigen sich zehn Veranstaltungen – Workshops, Diskussionen, Performances und Screenings – sowie ReferentInnen aus Theorie und Praxis mit verschiedenen Auffassungen von Archiven, ihrer Zugänglichkeit und ihrer Vermittlung. Versteht man ein Filmarchiv als Ergebnis einer langen institutionellen Praxis, sind es nicht nur Filmkopien, die es definieren. Briefe, Programmhefte, Poster, Gossip, Erinnerungen, alte Abspielgeräte und Mythen aller Art gehören ebenso zur Biografie eines Archivs, wie die Personen, die es geprägt haben. Erfahrbar wird es durch Vorführungen, Ausstellungen, Performances, Forschung, kuratorische Praxis und in Gesprächen. Nicht nur, aber auch von der Geschichte des Arsenals ausgehend, widmet sich die Summer School einem Begriff, der von unterschiedlichen Zuschreibungen geprägt ist und gleichzeitig so unbestimmt und in Bewegung erscheint wie nie zuvor.

Mit Beiträgen von Christa Blümlinger, Karola Gramann, Erika und Ulrich Gregor, Milena Gregor, Birgit Kohler, Daniel Meiller, Constanze Ruhm, Heide Schlüpmann, Marc Siegel, Stefanie Schulte Strathaus.

http://www.arsenal-berlin.de/de/summer-school/summer-school.html

Veranstaltungsort

Kino Arsenal im Filmhaus am Potsdamer Platz, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

Teilnahme

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt (30 Personen).

Teilnahmegebühren: 110 Euro /
90 Euro (Mitglieder und Studenten) /
70 Euro (Fördermitglieder)
Anmeldeschluss ist am 15. Juli 2010

Berlin Documentary Forum 1 im Haus der Kulturen der Welt

New practices across disciplines
02.06.2010 – 06.06.2010

Dokumentarisches Arbeiten heißt, die Verfahren der Bilderzeugung zu hinterfragen. Zum ersten Mal untersucht ein internationales Treffen Dokumentarpraktiken quer durch alle Disziplinen. Das BERLIN DOCUMENTARY FORUM zeigt, wie das Dokumentarische in den Bildenden Künsten, in Performance, Literatur und Film an Bedeutung gewinnt.

Die erste Ausgabe des künftig zweijährlich stattfindenden Treffens am Haus der Kulturen der Welt kreist an fünf Tagen um thematische Schwerpunkte, konzipiert von einer Gruppe internationaler Filmemacher, Kuratoren, Künstler und Theoretiker. Zentral ist dabei eine kritische Neubewertung historischer Prozesse im Licht zeitgenössischer Entwicklungen. Zur Diskussion steht auch die Rolle, die dokumentarische Repräsentationsstrategien heute in der Politik einnehmen.

Wo die Unterschiede zwischen Realität und Fiktion, zwischen Artefakt und Dokument zunehmend ins Wanken geraten, versteht das Forum Dokumentation nicht als Abbildung der Realität, sondern als Erschließung der Wirklichkeit durch Bilder und Erzählungen. Dabei sucht es nach neuen Formen der Reflexion und Medienkompetenz in einer Welt, in der Realität nicht statisch ist, sondern ein komplexer Wirkungszusammenhang.

alle Veranstaltungen

http://www.hkw.de/de/programm/2010/berlin_documentary_forum/projekt_detail.php

PROJEKT MEDIAGLOBE – THE DIGITAL ARCHIVE

Der Umfang audiovisueller Inhalte in Medienarchiven explodiert, das »kulturelle Gedächtnis« speichert immer gewaltigere Mengen von Informationen und Daten. Nur ein verschwindend geringer Teil des Materials ist derzeit über digitale Kanäle recherchierbar und verfügbar.

Das Projekt »mediaglobe – the digital archive« begleitet Medienarchive in die digitale Zukunft. Ziel ist es, den wachsenden Bestand der audiovisuellen Dokumente zur deutschen Zeitgeschichte digital auffindbar und nutzbar zu machen.

Die Vision von mediaglobe ist ein webbasierter Zugang zu digitalen AV-Inhalten über den das kulturelle Erbe aktiv erlebbar wird.

»Die Sicherung des audiovisuellen Erbes ist ein komplexer Prozess, der eine Reihe von rechtlichen, institutionellen, technischen und finanziellen Lösungen erfordert. Nichthandeln bedeutet, den Verlust eines ganzen Kapitels dieses Erbes in weniger als zehn Jahren und führt zu einer bleibenden Verarmung von Gedächtnis, Kultur und Identität der Menschheit«

Koïchiro Matsuura, Generaldirektor der UNESCO | Tag des audiovisuellen Erbes | 2007

http://www.projekt-mediaglobe.de/

Mapping, Memory and the City

An International Interdisciplinary Conference
University of Liverpool,
25-26 February 2010
School of Architecture / School of Politics and Communication Studies

This conference invites a re-evaluation of the role of maps and mapping practices in cultural explorations of urban space and memory. We invite contributions from across a broad interdisciplinary field, drawing together scholars and practitioners working in film and cultural studies, architecture, geography, urban studies, as well as those with interests in social and cultural memory, archival practice and urban heritage. Of special interest are contributions addressing the role of film and film historiography in relation to place, landscape and urban memory. Scholars, filmmakers and designers engaged in all forms of moving image practice are particularly encouraged to submit proposals relevant to the conference theme. While the trope of ‘mapping’ has remained a prominent fixture in the lexicon of recent cultural criticism and debate, studies which seek to go beyond exclusively metaphorical applications of maps and mapping, and which engage more actively with cartographic practices and resources (such as, for example, Geographic Information Systems (GIS) technology) remain comparatively under-developed. This conference will draw on current developments in this and other areas of research and practice. Suggested themes include:

* GIS & digital mapping in urban cultural studies
* Psychogeography, memory and urban form
* Cinematic and moving image cartographies
* Digital cartography and architectural and urban design practice
* Landscape and memory in amateur film practice
* Maps, memory and pedagogic practice
* Maps, memory and archival practice
* Movie Mapping: film, place-marketing and urban tourism
* Urban geographies of film production
* Mapping audience and film reception

For enquiries and further details contact Dr Les Roberts or Dr Ryan Shand.
http://www.liv.ac.uk/lsa/cityinfilm/mappingmemory/index.html

Kunst der Vermittlung : Filmvermittlung und Filmrestaurierung

Filme bewahren ist Arbeit am verborgenen Körper einer immateriellen Kunst. Vor allem die DVD verschafft diesem besonderen Umgang mit Film eine neue Aufmerksamkeit: Für Wiederveröffentlichungen hat sich ein regelrechter Standard von Rekonstruktionsberichten entwickelt, die Wesentliches über chemisch-mechanische Voraussetzungen, diverse Ansätze der Archivpraxis und konfligierende Haltungen zur Filmgeschichte vermitteln können.

Martin Koerber von der Deutschen Kinemathek erörtert in einem Gespräch die Bandbreite restaurierungsrelevanter Themen. Anschließend gibt es den Film PABST WIEDER SEHEN (D 1997) von Jacobsen, Koerber und Perraudin zu sehen, der an konkreten Beispielen zum Werk G.W. Pabsts die wichtigsten Aspekte der Filmrestaurierung vorführt.
Am 12.6.09 um 19.30 im Kino Arsenal 2

3. Informationsveranstaltung der Arbeitsgruppe Media

3. Informationsveranstaltung der Arbeitsgruppe Media des nestor –
Kompetenznetzwerks am 27. Mai 09 in der Deutschen Kinemathek

Die 3. Informationsveranstaltung der Arbeitsgruppe Media des nestor Kompetenznetzwerks für die Langzeitarchivierung digitaler Ressourcen beschäftigt sich mit Fragestellungen rund um die Langzeitarchivierung digitaler Filme. Die Schwerpunkte dieser Veranstaltung werden einerseits die theoretischen Grundlagen der langfristigen Sicherung digitaler Filme und die dazu vorhandenen Konzepte und Technologien sein, andererseits sollen anhand von Beispielen aus der Praxis die Umsetzungsmöglichkeiten reflektiert werden. Wir sprechen mit dieser Veranstaltung vor allem kleine und mittlere Einrichtungen aus den Bereichen Archiv, Bibliothek, Museum an, die in absehbarer Zeit ihre Filmbestände langfristig sichern müssen und hierfür sowohl ressourcen-schonende als auch praktikable Lösungen suchen. Mit dieser Veranstaltung wollen wir zur Diskussion möglicher Strategien und Lösungen beitragen und Einrichtungen mit ähnlichen Fragestellungen miteinander vernetzen, um Erfahrungen auf diesem Gebiet auszutauschen zu können.

Weitere Informationen, das Programm und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier

Portal Zwangsarbeit 1939-1945 Erinnerungen und Geschichte für den Grimme Preis nominiert

Das Portal “Zwangsarbeit 1939–1945. Erinnerungen und Geschichte” ist heute in Düsseldorf für den Grimme Online Award in der Kategorie Wissen und Bildung nominiert worden. Es zählt damit zu den 24 Websites, die aus über 1.700 Vorschlägen für die Endrunde ausgewählt wurden. Das Online-Archiv entstand in einem Kooperationsprojekt der Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” (EVZ) mit der Freien Universität Berlin und dem Deutschen Historischen Museum. Es öffnet den Zugang für die historisch-politische Bildung zu fast 600 Audio- und Video-Interviews mit Menschen aus 26 Ländern, die während des Nationalsozialismus Zwangsarbeit leisten mussten. Mit dem Preis zeichnet das Adolf-Grimme-Institut seit 2001 jährlich bis zu acht qualitativ hochwertige Websites in vier Kategorien aus. Der Grimme Online Award wird am 24. Juni in Köln vergeben.

Ist der Dokumentarfilm noch zu retten? Digitale Herausforderungen seiner Archivierung

Untersuchungen haben gezeigt, dass aktuell nicht einmal die Hälfte der produzierten Filme eines Jahres in Archiven lagern. Die Diskussion um eine Pflichtangabe wie in anderen Ländern zeigt, dass auch politisch über Lösungen nachgedacht wird.

Wie können Dokumentarfilmer ihre Filme sichern? Ist eine Erhaltung des kompletten gedrehten Materials möglich? Wie wird in den Produktionsfirmen das Material gesichert? Besteht die Gefahr, dass dokumentarisches Material mittelfristig unwiederbringlich verloren geht, da es elektronisch gedreht wurde?

Die Digitalisierung stellt Film- und Fernseharchive vor besondere Herausforderungen. Es stellen sich grundsätzliche Fragen nach Aufgaben und Funktionen der Archive. Sollen sie die Filme in erster Linie bewahren und für die Zukunft sichern? Oder sollen sie die Filme vor allem zugänglich machen? Wie soll man mit der Vielfalt digitaler Formate und Techniken umgehen? Wie kann garantiert werden, dass die Träger mittelfristig noch abspielbar sind? Spezialisten sind sich einig, dass das 35 mm-Negativ die bisher einzige langfristige Speicherung ermöglicht. Doch wer trägt die Kosten dafür? Strategien von Archiven im europäischen Ausland können Anregungen für Lösungswege liefern. Die Digitalisierung und das Internet bieten andererseits große Chancen für die Archive, ihre Kataloge und Bestände online zu präsentieren und so neue Nutzer zu erreichen.

Die Tagung soll dies breite Themenspektrum diskutieren und einen produktiven Dialog zwischen Film- und Fernseharchiven, Regisseuren und Produzenten ermöglichen.

Termin: 22. und 23. April 2009
Ort: Treffpunkt Rotebühlplatz, Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart, Theodor Bäuerle Saal, Info-Tel: 0711/ 18 73 804
Teilnahmegebühr: 50.- €; ermäßigt 30.- €

Anmeldung: uta.ludwig@swr.de

http://www.hdf.de/d/veranstaltungen/tagungen/2009/04-archivtagung.html

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